In der Nachkriegszeit war die Anschaffung eines Radios eine teure Angelegenheit. Hochwertige Geräte im Holzgehäuse konnten sich nur wenige leisten. Selbst ein einfaches Gerät wie der „Pirol“ kosteten damals 128,- DM. Das entsprach dem Monatslohn eines Arbeiters.

Der Schaub „Pirol“ wurde von 1948 – 1950 hergestellt. Er war im einfachen Bakelit-Gehäuse*) und im „edleren“ Holzgehäuse zu haben.

Einige technische Daten:

  • Geradeausempfänger mit Rückkopplung für Mittel- und Langwelle
  • Allstromgerät 115 / 220 V (Gleichspannung / Wechselspannung)
  • 1 Verstärkerröhre UEL71
  • Permanentdynamischer Lautsprecher

*) Bakelit wurde als einer der ersten Kunststoffe bereits in den 20er-Jahren für Radiogehäuse und viele andere technische Gegenstände verwendet. Bakelit lässt sich in Stahlformen unter hohem Druck zu sehr hitzeständigen und robusten Gegenständen formen, die bei hohen Stückzahlen günstig produziert werden konnten.