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ZwischenZeit – Redaktionsteam

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ZwischenZeit-Artikel:

R i t u a l e. - Editorial
Rituale – dunkle Kräfte, die unsere Existenz mitbestimmen. 
Neue Rituale für  die Menschheit. 
Kinder brauchen Rituale. 
Sonntage.
Ein Hüttenwirt erzählt. 
Alltagsrituale.

Extra 1: Immer der Nase nach

Extra 2: November (Gedicht) - Die Herbst- und Winterzeit

R i t u a l e. – Editorial

Rituale – dunkle Kräfte, die unsere Existenz mitbestimmen.  Rituale sind Fixpunkte im Leben, die uns ein Gefühl der Sicherheit und des Eingebunden seins in eine Gemeinschaft  vermitteln. Denn bekannte und bewährte Abläufe machen unser Leben in allen Bereichen einfacher.

Neue Rituale für  die Menschheit.   Diese Glosse zur neuen europäischen DSGV (Datenschutzgrundverordnung) bemängelt, dass den Datenkraken der Friedhof, ein „Bereich mit hoher Zuzugsquote“,  entgangen ist! Und fordert, das militärische  Ritual öffentlicher Empfänge zu verändern.

Kinder brauchen Rituale.   Vom Morgen bis zum Abend, vom Zähneputzen bis zur Gute-Nacht-Geschichte, brauchen alle Kinder einen verlässlich geregelten Alltag, der ihnen Sicherheit und Geborgenheit bietet. Neben den Geburtstagen ist  für sie der erste Schultag ein wichtiges Ereignis.

Sonntage.   Der Sonntag unserer Kindertage verlief immer in gleicher Weise. Schön langweilig für die Kinder, erholsam für die von der Arbeitswoche erschöpften Erwachsenen. Heilig war deren Mittagsschlaf, der nicht gestört werden durfte, von nichts und niemandem.

Ein Hüttenwirt erzählt.   Hoch droben in den Lechtaler Alpen pflegt ein Hüttenwirt mit dem Hackbrettwecker je nach Wetterlage die Wanderer zwischen 5:45 und 6:30 Uhr aus dem Matratzenlager zu holen.

Alltagsrituale.   Hierin wird die Frage „Was ist der Unterschied zwischen Ritual und Gewohnheit“ im täglichen Leben erörtert.

Für die ZwischenZeit-Redaktion: Sabine Wenzel


Rituale – dunkle Kräfte die unsere Existenz mitbestimmen.

Rituale findet man überall, in allen Kulturen und Lebenswelten. Ohne Rituale gäbe es überhaupt keine Kultur. Von den Steinzeitmenschen bis in die Gegenwart, bestimmten und bestimmen Rituale die Entwicklung der menschlichen Gesellschaft. Die ersten Rituale werden wohl jagdlicher und religiöser Natur gewesen sein.
Rituale sind Inszenierungen von hoher symbolischer Bedeutung, die immer aufs Neue, gleichartig aufgeführt werden. Das heißt aber nicht, dass sie starr und unabänderlich sind, ja man kann sie sogar als Antrieb gesellschaftlicher Veränderungen sehen, wie die Forscher feststellen konnten. Was genau der wirksame Teil eines Rituals ist, erforschen die Wissenschaftler immer noch. Erste Theorien, wie die sozialen Verbundkräfte ihre Wirkung entfalten, gibt es schon. Mittlerweile wurde klar, dass Rituale nicht Reste einer archaischen Kultur sind, sondern Faktoren, die auch aktuell ihren Einfluss ausüben und Werte schaffen sowie politische und soziale Perspektiven aufzeigen.
Rituale wecken und steuern Emotionen. Sie fördern das Gefühl, Teil einer eingeschworenen Gemeinschaft zu sein, die durch Rituale zusammengehalten wird, im positiven wie auch im negativen Sinne. Rituale können die Architektur einer Gemeinschaft, zum Guten wie zum Bösen formen. Sie können einbinden oder ausschließen, sie können Konflikte anheizen, aber auch schlichten.
Wir geben uns kaum Rechenschaft darüber, was für einen Einfluss auf unseren Alltag Rituale haben, ob es nun um religiöse oder ganz profane Abläufe geht. Sie strukturieren einen großen Teil unseres allzeitlichen Daseins, selbst wenn man sie gar nicht so bewusst wahrnimmt. Erst wenn ein Ritual aus irgendeinem Grund ausfällt, merken wir, dass uns etwas fehlt und dass alles irgendwie anders ist. Rituale sind eben Handlungsabläufe, die zu festgelegten Zeiten stattfinden und einem wiederkehrenden Programm folgen.
Rituale sind Fixpunkte im Leben, sie verleihen Stabilität und Eingebunden sein. Sie können uns helfen, Tage, Wochen oder auch ganze Jahre zu strukturieren, gleichzeitig vermitteln sie ein Gefühl von Sicherheit. Man muss sich auf nichts Neues einstellen, denn Altbekanntes und Bewährtes machen das Leben einfacher.
Zumal für Kinder sind Rituale äußerst wichtig. Kinder suchen und finden Halt in ihnen, noch viel mehr als Erwachsene. Weil Rituale Orientierung geben, in einer komplizierten Welt und vertraute Rückzugsräume bieten. Der ritualisierte Tagesablauf, vom morgendlichen Zähneputzen bis zum Abendgebet, gibt den Kindern Sicherheit und Geborgenheit und bildet den Rahmen für ihr Tagesprogramm.
Manche Rituale können einen Vorgang veredeln und ihn aus dem Alltäglichen hervorheben. Wichtig sind Rituale auch innerhalb der Familie, sie sorgen für Wohlbefinden und Zusammenhalt. Besonders hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang  die größeren Rituale wie Weihnachten, Ostern, Geburtstage, Hochzeiten, Taufen u.a.
Aber die wissenschaftliche Forschung muss noch ganz tief in die Phänomene der Rituale eindringen, um sie wirklich zu verstehen  Erst daraus entstehen überhaupt neue Denkansätze und eventuell ein Gewinn für die ganze menschliche Gesellschaft.

                                                                 Text: Walter Graef


Neue Rituale braucht die Menschheit

Was verdanken wir nicht alles den rastlos werkelnden EU-Bürokraten in Brüssel! Unvergessen bleibt die segensreiche Normierung der Gurkenkrümmung – um nur eine der beglückenden Wohltaten zu würdigen. Und nun wurde über die euro-päischen Steuerschäfchen endlich das Füllhorn der DSGVO ausgeschüttet. Welch ein Jubel drang da aus den Amtsstuben, aus den Unternehmen und aus den Brut-stätten der Winkeladvokaten, die sofort neue Abmahnpfründe witterten. Neue Rituale werden nun die Kommunikation der Menschheit bereichern, und vor den Buchhand- lungen standen paragraphensüchtige EU-Bürger Schlange, um ein druckfrisches Exemplar der Datenschutzgrundverordnung zu ergattern.
Auch das Ehepaar Mathilde und Theo Schmökermaier erkannte sofort die Frohsinn stiftende Bedeutung dieses Werkes der abendländischen Verdrussliteratur. Unver-zichtbar für die zukünftige Gestaltung seiner Beziehung zum sozialen Umfeld, lenkte   es seine Schritte zum nächsten Buchladen, kaufte das Ding und steckte den Folianten in den Rucksack. Er sollte die beiden nun auf allen Wegen begleiten. Zuvor, jedoch, blieb der Fernseher abends wochenlang kalt, denn es galt, die Kapitel der DSGVO im gemeinsamen Studium zu verinnerlichen. Aber dann war der Weg frei in die von schnöden Datenmissbrauchern und eifrigen Datenmissbrauchverfolgern geprägte Welt. Um ins dennoch nicht ganz ungefährliche Leben zurück zu finden, beschlossen Mathilde und Theo einen Kinobesuch. Im Foyer der „Lichtbühne“ begegneten die beiden Theos Kollegen Otto Müller. Darf ich Ihnen meine Frau vorstellen, begann Theo das Treffen zu vertiefen, zuvor muss ich Sie aber darauf hinweisen, dass ich der Datenschutzbeauftragte meiner Ehefrau bin. In dieser Eigenschaft bitte ich um Ihre Bestätigung, dass Sie den Namen meiner Frau gegenüber Dritten nicht verwenden und ihn auch nicht in den Medien verbreiten wer-den. Mit panikstarrem Blick begann der Kollege Müller sich zu bekreuzigen und schaltete auf Schnappatmung um. Er lockerte zitternd die Krawatte, brachte aber nur ein gequältes Krächzen über die Lippen. Es dauerte nur wenige Tage und in der Stadt verbreitete sich rituell der Bogengang, d.h. um die Schmökermaiers machten alle einen großen Bogen. So kamen die beiden beim Sonntagsspaziergang auch ohne jeden Datenaustausch mit Passanten am Friedhof vorbei. Wie angewurzelt blieb der DSGVO-geschädigte Theo nach einem Blick über die Friedhofsmauer stehen. Sein Auge hatte einen leicht bemoosten Grabstein gesichtet und der verkündete ungeniert: Hier ruht in Frieden / Emilie Schäufele / 1912 – 1986. Das durfte doch wohl nicht wahr sein!

Der Friedhof – eine Fundgrube für Datenkraken.

Wen, bitteschön, geht es etwas an, wie lange es Frau Schäufele gemacht hat und was sie hier, seit wann treibt! Jeder kann vor diesem Grabstein ein Selfie machen und es bis Nepal und Hinterindien verbreiten! Kopfschüttelnd nahmen Mathilde und Theo auf einer Bank vor der Friedhofsmauer Platz und zogen den DSGVO-Wälzer aus dem Rucksack. Nach zwei Stunden konzentrierten Blätterns stellten sie erschüttert fest, dass die „Datenschleuder Friedhof“ – immerhin eine Adresse mit tendenziell hoher Zuzugsquote! – in Brüssel schlicht vergessen worden war. Das Machwerk ist doch den Rucksack nicht wert, in dem wir es herumschleppen, waren sich Mathilde und Theo einig.
Verlassen wir nun das neue Ritual des Datenausbremsens und beleuchten wir ebenso kritisch ein traditionelles Ritual – den Staatsempfang: Da steht nun die Ehrengarde, präsentiert das Gewehr, und der Kommandierende stiefelt stramm hinter Gast und Gastgeber her. Das ist auf der ganzen Welt so. In manchen Ländern macht sich der Kommandeur mit gezücktem Säbel auf den Weg. Das ist bei aufziehendem Gewitter als Blitzableiter durchaus sinnvoll, jedoch vermitteln die trotzdem präsentierten Flinten auch dort nichts von der typischen Kultur des Gastlandes. Vielleicht wäre es ja touristisch produktiver, die deutsche Garde, zum Beispiel, präsentierte Kuckucksuhren aus dem Schwarzwald oder ein Modell vom Schloss Neuschwanstein, die Royal Guard Regenschirme und die französische Ehrenformation Baguettes. Alles, natürlich, dicht vor den Nasen der Gardisten, wegen des Rechtsschutzes am eigenen Bild.

Bild u. Text: Gunter R. Schwäble


Kinder brauchen Rituale

Ohne Gute-Nacht-Geschichte geht gar nichts und das geliebte Kuscheltier muss unbedingt mit  an Bord sein. Die Tür ist  einen kleinen Spalt geöffnet, damit ein tröstlicher Lichtschein ins Kinderzimmer fällt und kleine Geräusche die Anwesenheit von Papa oder Mama garantieren.
Ein paar Stunden später… Mama, ich kann gar nicht schlafen! Alle Eltern dieser Welt kennen diesen Satz. Es ist mitten in der Nacht. Mama ist müde vom Tage. Aber was macht man denn, wenn das kleine Wesen mit verweinten Augen, den geliebten Kuschelbär im Arm, vor dem Bett steht! Man rückt ein bisschen zur Seite und schwupp, schon hat es sich der Nachwuchs gemütlich gemacht und kuschelt liebebedürftig an die Mama.
Kaum ist wieder Ruhe und Frieden eingekehrt, raschelt es erneut  an der Türe. Auch die kleine Schwester ist aufgewacht. Mama, ich kann gar nicht…   Auch der Papa muss nun ein Stückchen Platz machen, so dass  die kleine Familie vereint wieder ihren Träumen nachgehen kann.
Kirchliche Feste, wie Taufe, Kommunion oder Konfirmation, sind ganz stark geprägt von überlieferten Ritualen und Traditionen, die manchmal auch nur noch mit Gewalt eingehalten werden. Die  Weihnachtszeit  hat einen sehr hohen Stellenwert. Adventskranz binden, der Nikolaus kommt und füllt die Stiefel mit süßen Sachen, Weihnachtsbäckerei, Rührschüssel ausschlecken, der Duft des Backofens, wenn die köstlichen Lebkuchen fertig sind! Das Krippenspiel beim Gottesdienst am Heiligen Abend und natürlich Geschenke, gehören dazu.
Die Erinnerung an die Duftmischung aus Tannennadeln und Kerzenwachs, die am Weihnachtsmorgen noch über dem Wohnzimmer liegt, ist unvergesslich!
Im Kindergarten oder der Tagesgruppe können die verschiedenen Rituale den kleinen Buben und Mädchen eine gewisse Sicherheit und Geborgenheit vermitteln.  Ein Gebet oder ein Tischspruch vor dem gemeinsamen Mittagessen, eine immer wiederkehrende Handlung, bringt Struktur in den Alltag. Bei gemeinsamen Spielen  kann dann auch jedes Kind üben, dass es nicht immer nur gewinnen kann; auch verlieren will gelernt sein.

Der erste Schultag

Alle Kinder  kennen diese Sprüche: Vor dem Essen Hände  waschen, vor dem Zubettgehen, Zähne  putzen nicht  vergessen! Das alles sind Dinge, die man als kleines Kind sicher nicht verstehen kann, aber einem später als Erwachsener einfach das Leben in einer Gemeinschaft  erleichtern.  Wer darf heute an der Ampel drücken, wer darf die Garagentür öffnen? Wer darf den Kuchen anschneiden! Diese Liste lässt sich beliebig verlängern, denn jedes Kind will natürlich als erstes alles ausprobieren.
Ganz wichtig ist der erste Schultag und eine Schultüte, möglichst groß, bunt und  gut gefüllt! Kein Erwachsener vergisst jemals seinen ersten Schultag!
Aber auch der Geburtstag ist ein sehr wichtiger Tag im Leben für  jedes Kind. Heute ist es ganz klar die Hauptperson. Ein Geburtstagslied muss gesungen,  die Kerzen möglichst auf einen Schlag ausgeblasen werden. Dann erst sind die Geschenke an der Reihe!
Immer wiederkehrende Ereignisse bilden sich so zu Ritualen aus und bleiben oft ein Leben lang in Erinnerung. Liebgewordene  Gewohnheiten und Rituale überschneiden sich, verbinden sich zu einer Einheit.  So gilt es auch heute noch, mit Augenmaß alte Werte und Traditionen  ohne Zwang zu pflegen. Auch im Zeitalter von Smartphone und Computer brauchen die Kleinen feste Regeln und die Sicherheit, dass die Eltern auf jeden Fall für sie da sind.

Bild u. Text: Gudrun Roßmann


Sonntage

Vor über sechzig Jahren war der Sonntag noch ein richtiger Ruhetag. Aus unserer protestantischen Familie erinnere ich mich an folgende Rituale, also an immer gleich ablaufende Handlungen. Am Sonntagmorgen durfte / musste die nur für diesen Tag bereit gelegte Kleidung angezogen werden,  in der wir uns gesittet und anständig zu bewegen hatten. Zum „Sonntagsstaat“ der Erwachsenen  gehörten für den Kirchgang  meist schwarze Hüte. Beim Betreten  der Dorfkirche zogen die Männer ihre Hüte (Zylinder, Prinz-Heinrich-Mützen, Kappen) ehrfurchtsvoll  vom Kopf, die Frauen behielten ihre dagegen auf, auch aus Ehrfurcht! Der Gottesdienst, gestaltet nach der lutherischen Liturgie, war besonders an Ostern, Pfingsten und Weihnachten eindrucksvoll feierlich. – Zu Ostern gehörten die Palmkätzchen-Sträuße, Pfingsten standen vorm Eingangsportal wie im Altarraum der Kirche junge grüne Birken und Weihnachten leuchteten dort unzählige weiße Kerzen an  zwei großen Tannen. – Wie immer, auch vor dem guten Sonntagsessen am weiß gedeckten langen Tisch sprach eine(r) das Tischgebet, denn „ungebeten isst man nicht“ (laut Kindermund). Nach dem Essen und folgenden Riesenabwasch legten sich die Erwachsenen zum Mittagsschlaf hin.  Dieser war ihnen „heilig“ und durfte möglichst nicht gestört werden, von nichts und niemandem. Für uns Kinder schön langweilig, erholsam für die von der Arbeitswoche erschöpften Großen.  Erst danach kamen, vor allem an den Feiertagen, Leute (verschiedenster Herkunft) zu  Besuch. Bei  Kaffee und Kuchen wurde viel  erzählt, sehr oft von Flucht und Vertreibung – wie ein Ritual in immer gleichen Worten. Doch nur den netten und lustigen Begebenheiten und Geschichten aus der alten Heimat hörten wir Kinder gerne zu. –  Da es damals weder Radio  noch Fernseher  gab, vergnügten wir uns nach dem Abendbrot mit Quartetten oder Brettspielen, machten Handarbeiten, lasen in unseren Büchern oder ließen uns vorlesen bis es Zeit wurde, ins Bett zu gehen und das Nachtgebet zu sprechen.
Bedeutende Höhepunkte im Leben eines Kindes sind  die Festtage, an denen es allein im Mittelpunkt steht und mitunter reich beschenkt wird.

Taufbecken der Marienkirche in Parchim

Die Taufe ist ein kirchlicher Ritus zur Aufnahme eines Kindes in die Gemeinschaft aller Christen. Sie findet meist im ersten Lebensjahr des Täuflings statt. Im Kreis der Eltern und (zwei oder drei) Paten übergießt der Pfarrer behutsam den Kopf des Säuglings mit Wasser und spricht dazu die Taufformel. Die Taufe ist ein Sakrament, das alle Christen miteinander verbindet und unwiderruflich ist.  Da eigene Erinnerungen an diesen Freudentag natürlich fehlen, kann der / die Getaufte sich später doch mit Fotos im Familienalbum  und Urkunden ein Bild davon machen. Oder die Kirche aufsuchen, in der die Taufe stattfand. In meinem Fall die evangelisch-lutherische Kirche St. Marien in Parchim (s. Foto). Heute werden auch andere Taufzeremonien (so wie neuerdings die Ganzkörpertaufe) in der evangelischen Kirche zugelassen und  sind in jedem Alter „machbar“.
Die Konfirmation  ist eine persönliche Bestätigung der Taufe und Bekräftigung des Glaubens. Mit der „Einsegnung“ wird aus dem Konfirmanden ein religionsmündiges Mitglied der Kirchengemeinde und er kann zum ersten Mal am Abendmahl teilnehmen. – Früher fanden die Konfirmationen immer am Palmsonntag nach dem Ende der achtjährigen Schulzeit statt.  So auch 1957 in Kirchheims  neugegründeter Kreuzkirche. Wir waren hier die ersten Konfirmanden, die von der Raunerschule ausgehend  in feierlicher Prozession hinter Pfarrer D. in die Kirche einzogen.  Der Katechismus wurde (nach einjährigem Konfirmandenunterricht) nun in Frage und Antwort vor den Besuchern des Gottesdienstes geprüft und das Glaubensbekenntnis gesprochen. Mit der Segenshandlung bekamen wir einen eigenen Konfirmationsspruch, ein Neues Testament und die Urkunde in die Hand. Die Feier des ersten Abendmahls fand am Spätmachmittag gesondert statt. –  Das hat sich inzwischen geändert, so dass heute auch Kinder daran teilnehmen können.
Und nach fünfzig Jahren trafen wir uns hier zur Goldenen Konfirmation wieder.  An dem Gedenkgottesdienst nahm Pfarrer D., hochbetagt, teil und blieb auch danach zum gemeinsamen Essen.  Dass am 25. Oktober 2015 in der Kreuzkirche der letzte evangelische Gottesdienst gehalten wurde, ahnten wir zu dem Zeitpunkt nicht. Es macht im Nachhinein diese Festtage zu etwas Besonderem.


Ein Hüttenwirt erzählt

Charly W. ist Hüttenwirt, Bergsteiger und Buchautor zugleich und am liebsten hoch in den Bergen unterwegs. Über die Stuiben- und-Oberreintalhütte, die er bis 1984 führte, kam er 1986 als Pächter und Hüttenwirt zur Reintalangerhütte, die zu dem Zeitpunkt 2800 Übernachtungen jährlich verzeichnete. Er baute den Hüttenbetrieb weiter aus, sodass er 2009, als er die Reintalangerhütte nach 24 Jahren verließ, über 8000 Übernachtungsgäste begrüßen konnte. Seit 2012 bewirtet er zusammen mit einem Freund die Wanderer in der

Frederick-Simms-Hütte in den Lechtaler Alpen. 1907 errichtete die Sektion Holzgau dort zunächst nur eine Jagdhütte. Der britische Jagdpächter F. R. Simms, der in dem Gebiet viele Bergtouren unternahm, erkannte aber, dass eine Schutzhütte erforderlich war und bot an, diese zu finanzieren.

… in den Lechtaler Alpen

So entstand diese Hütte noch im gleichen Jahr an ihrem heutigen Standort in 2004 Metern Höhe. Die Lechtaler Alpen sind eine Gebirgsgruppe der Nördlichen Kalkalpen. Sie liegen vor allem im österreichischen Bundesland Tirol und zu einem kleinen Teil in Vorarlberg. Die Gipfel der Lechtaler Alpen sind die höchsten der Nördlichen Kalkalpen, deren einziger Dreitausender hier die Parseierspitze ist. Alpenvereinshütten und Höhenwege ermöglichen mehrtägige Durchquerungen des Gebirges und machen die Gebirgsgruppe zu einem beliebten Wandergebiet. Die Hütte unter der Wetterspitze ist dank des Einsatzes zahlreicher Mitglieder zu einem Schmuckstück und Vorzeigeobjekt in Sachen Umweltschutz geworden, das mit dem Umweltgütesiegel ausgezeichnet wurde. Fast schon spektakulär ist die ausgesetzte Lage der Hütte hoch über dem Sulzeltal, einem Seitental des Lechs, auf einem kleinen Vorsprung unterhalb der Holzgauer Wetterspitze in 2000 Meter Höhe. Sie gehört der Sektion Stuttgart des Deutschen Alpenvereins an.
Die Berge bedeutetem ihm sehr viel. Schon als Fünfjähriger wurde er von seinem Vater für zwei Monate mit auf die Alpe genommen. Dort hatte er täglich bei jedem Wetter Kühe in den Stall einer Sennerin treiben müssen. Das hat ihn geprägt. Inzwischen ist er in vielen Ländern der Erde als Abenteurer und Bergsteiger unterwegs gewesen, bevor er 1978 seine erste Berghütte übernahm.
Viele Wanderer nutzen die Hütte als Ausgangspunkt für Bergtouren in die Lechtaler Alpen. Rund fünfzig Gäste können in der Hütte übernachten. Geschlafen wird Seite an Seite in einem sogenannten Matratzenlager.
Ein Ritual ist hier das Wecken mit dem Hackbrett. Je nach Wetterlage weckt der Hüttenwirt seine Gäste zwischen 5.45 und 6.30 Uhr mit sanften Klängen auf dem Hackbrett, einem Saiteninstrument, das in der alpenländischen Volksmusik beheimatet ist.
Zum Frühstück gibt es alles was der Bergsteiger zur Stärkung braucht. Brot, Käse, Wurst und Müsli gehören ebenso zum Angebot wie Milch und Kaffee.
Neben dem Wecken mit dem Hackbrett gibt es noch weitere Rituale. Wenn er die Hütte zusammen mit seinen Mitarbeitern wieder auf Vordermann gebracht hat, was meistens zwischen 10 und 10.30 Uhr der Fall ist, wird täglich eine ganz banale Memory-Runde gespielt; und abends nach Feierabend gibt es das sogenannte Hornochsenspiel, ein Nachfolger des Spiels „6 Nimmt“. Hornochsen ist ein Kartenspiel, bei dem jeder Spieler darauf aus ist, am Schluss die wenigsten Minuspunkte (Rote Hornochsen), wenn möglich sogar die meisten Pluspunkte (Grüne Hornochsen) zu haben. Der Gewinner des Spiels mit der höchsten Punktzahl muss danach einen Hornochsen auf einen Zettel malen, der an die Tür geheftet wird und dort bis zum nächsten Morgen hängen bleibt.
Die Saison dauert etwa dreieinhalb Monate. Den Rest des Jahres verbringt Hüttenwirt Charly W. auf dem Bauernhof seiner Familie in Oberschwaben. Im letzten Winter hat er die Heimat auf einer vierhundert Kilometer langen Strecke zu Fuß erkundet und über seine Eindrücke und Erfahrungen mit den Menschen, die ihm begegnet sind, ein Buch geschrieben.

Text: Rolf Hohmeier
Foto: Privat


Alltagsrituale

Japanische Teezeremonie

Immer morgens mit demselben Bein aufstehen –Kaffeemaschine anstellen –  im Bad immer  derselbe Ablauf – Frühstück immer in gleicher Abfolge: sind das schon Rituale oder nur Anerzogenes oder Angewöhntes? Was ist der Unterschied zwischen Ritual und Gewohnheit?
Gewohnheiten kann man ändern, wenn es sein muss. Wenn man z. B. nach einem Unfall oder einer Verletzung die bevorzugte Hand nicht benutzen kann, muss man sich umgewöhnen auf die andere Hand. Das ist unangenehm, aber dass es machbar ist, beweisen die vielen Menschen, die dazu gezwungen wurden. Ich erinnere mich an einen meiner Lehrer, der im Krieg den rechten Arm verlor und daher mit der linken Hand die mathematischen Formeln an die Tafel schreiben musste, weit ausholend und mit Schwung. Erstaunlicherweise akzeptierten wir Kinder dies ohne Häme oder blödes Kichern.
Rituale hingegen sind von großer Bedeutung für einen selbst und sind eigentlich unveränderlich. Ihr Ursprung ist die Religion („Ritus“, wofür die katholische Messfeier ein gutes Beispiel ist, oder der Totenkult in vielen Religionen). „Rituale helfen beim Bewältigen des Zusammenlebens von uns Menschen. Sie stiften Gemeinschaft und bezeichnen Grenzen. Rituale strukturieren den Umgang miteinander, sie geben Orientierung und vermitteln Sicherheit“ (Stuttgarter Zeitung vom 29./30.12.2018). Kleines, eher harmloses Beispiel (allerdings auch nicht mehr ganz aktuell!): „Wenn um 20 Uhr der Gong ertönt, beginnt keine Sendung, sondern ein Ritual, denn die Tagesschau ist eine Institution, fester betoniert als der arbeitsfreie Sonntag“ (H. Meyn: Massenmedien in Deutschland, 2001). Die Figur des Dandys könnte auch zur Veranschaulichung beitragen. Man stelle sich vor, wie er seinen großen Auftritt in der Halle des Grandhotels zelebriert: auffällig gekleidet, stellt er sich an der  Bar in Positur, zündet sich eine parfümierte Zigarette an und scannt seine Umgebung nach Sehenswertem ab – da durfte nichts  dazwischen kommen, sonst wäre die ganze ritualisierte Inszenierung perdu!
Wie sieht nun unser Alltag aus? Welche Rituale hat jede/r Einzelne, welche sind hilfreich? Ein Aufwach-Ritual wie auch ein Zubettgeh-und-verabschiede-den-Tag-Ritual können den Tagesablauf strukturieren und den Tag bewältigen  helfen. Teetrinker – und nicht nur die Japaner mit ihrer Teezeremonie – haben ihre eigenen Rituale (Tee grün, schwarz, weiß? Mit Zucker oder ohne? Gar mit Milch wie die Engländer? Mit Kluntje und Sahne wie die Ostfriesen? Ziehzeit 2 Minuten? 3,5 Minuten?). Aber die Kaffeeliebhaber haben in dieser Beziehung kräftig aufgeholt, es gibt nicht mehr nur die eine Sorte Kaffee. Familien haben ihre eigenen Rituale, die oft überkommen sind, man denke nur an die sonntäglichen Mittagessen in der französischen Provinz, wo die ganze Familie zusammenkommt und stundenlang ein mehrgängiges Mahl zelebriert wird. Für Kinder sind Rituale wichtig, sie geben Struktur und Sicherheit. Noch wichtiger sind sie für autistische Kinder, wie in einem Artikel der Trott-war-Ausgabe 02/2019 zu lesen ist. Der beschriebene Junge muss z. B. jeden Tag das gleiche Frühstück auf dem gleichen Teller bekommen oder abends pünktlich zur selben Zeit ins Bett gebracht werden, Abweichungen führen zu Verunsicherung und minutenlangen Weinkrämpfen. Begrüßungsrituale sind in jedem Land bzw. jeder Kultur unterschiedlich, und als Fremdling kann man schnell in ein Fettnäpfchen treten. Ritualisiert sind auch – bzw. waren – die Feste, die den Jahreslauf bestimmen. Denken wir nur an Ostern (Ostereier bemalen, verstecken, gegeneinander schlagen) und Weihnachten (Tannenbaum, Geschenke, Kirchgang) und Bräuche, z. B. um den Jahreswechsel (Wintersonnenwende), den schon die Germanen mit üppigem  Schmaus und Trinkgelagen als Julfest feierten. Einst wohnte den Ritualen Macht inne, solange die Menschen daran glaubten, dass sich die Unwägbarkeiten des Schicksals durch sie kontrollieren ließen. Und heute?

Text: Toni Sauer


Extra 1

Immer der Nase nach

Mutter Natur übte sich nicht nur in der Kreation bemerkenswerter Riechorgane für Mensch und Tier, sie schuf auch monumentale Felsnasen, wie die von Gibraltar beweist.

Die Chinesen bezeichnen uns Europäer als Langnasen. Das nehmen wir den Schlitz-augen auch gar nicht übel, denn, unbestreitbar, hat Allmutter Natur an dem Molch, der sich so nach und nach zum Menschen entwickelte, verschiedene Nasenmodelle ausprobiert. Eines schönen Tages machte sich eine zum Homo erectus gereifte Spezies mit ihrer Plattnase von Afrika aus auf den Weg – immer dem knubbeligen Riecher nach – um auch mal im fernen Europa herumzuschnuppern. Seinen unter- entwickelten Riechknorpel neugierig überall reinzustecken, gelang dem Homo erectus aber nicht überall, so dass ihm die Evolution – wahrscheinlich, während er im Raum Berchtesgaden längere Zeit pausierte – einen geräumigen Zinken gedeihen ließ. Dieser ermöglichte es den sich später hier assimilierenden Bajuwaren, darin problemlos eine Hand voll Schnupftabak zu verstauen. Heute benützen alle, auch die Chinesen, das Mehrzweck-Sinnesorgan Nase zum Atmen, Riechen, Hochhalten, Schnupfen, Schnorcheln, Spionieren und als Brillenkonsole.
Und trotzdem nimmt im Ranking der schnüffelnden Lebewesen der Geruchssinn des Menschen einen hinteren Platz ein. Aber, in vielen Situationen wichtiger Entscheidungen ist die Nase die letzte Instanz. Da kann der Fisch noch so dekorativ serviert werden, wenn er der Nase nicht passt, geht der Flossenträger in die Küche zurück.
In der „Moda World“ hängen die angesagtesten Klamotten aus Fernost auf den Ständern, der merkwürdige Geruch nach irgendwelchen zweifelhaften Chemikalien lässt dem begehrlichen Auge jedoch keine Chance, wenn die Nase signalisiert: Schöne Frau, du kommst in den Klamotten zwar flott daher, duftest aber wie ein Benzinkanister.
Bestimmungsgemäß ist unser Riechorgan duftprogrammiert: Sauer, ranzig, beißend deutet auf gefährlich; süß, lieblich, verlockend ist schon eher zu empfehlen. Das muss aber nicht immer stimmen, denn dem Berchtesgadener Urzinken wurde von Mutter Natur der Knoblauchkontakt vorenthalten. Noch heute wird deshalb dem Knoblauchduft jede erotische Qualität abgesprochen. Und die moderne Gesellschaft, die sich inzwischen vor Sprühdüften nicht mehr retten kann, wird von der am Duftbedürfnis Milliarden verdienenden Geruchsindustrie mit dem Begriff „Aroma“ verwirrt. Dieser Trick lässt zum Beispiel auch die Zigarrenraucher glauben, ihr nach einer brennenden Scheune „duftendes“ Wickelkraut verbreite ein „würziges Aroma“. Es duftmäßig jedem recht zu machen, ist gar nicht so einfach. Die Filmbranche bastelt ja schon seit längerem am Duftmovie. Und da wird ein Praxisversuch die souveräne Unbestechlichkeit der Nase immer bestätigen. Lassen wir über die Lein- wand  mal einen Kameraschwenk flimmern, der die Provence in den schönsten Farben zeigt. Im Vordergrund ein Lamm-Menü auf der Terrasse eines Gourmetrestaurants mit Traumausblick bis zum Horizont. Lavendelduft erfüllt den Raum, den der Zuschauer nun an Stellknöpfen modifizieren kann: Mehr Lavendel, weniger Lavendel, einen Hauch Rosen dazu, etwas Nelken oder Maiglöckchen…  Das Auge ist starr auf  den Braten gerichtet. Die Entscheidung trifft aber die Nase, weshalb die Hand des Zuschauers entschlossen nach dem Knoblauchknopf tasten wird. Wäre der Homo erectus mit seiner flachen Schnupperknolle mal besser über Frankreich eingereist! Der Knoblauchduft hat es nämlich schon bis in die feinste französische Küche geschafft, während man in Berchtesgaden nach Gämsenbraten mit Lavendelknödel immer noch vergeblich sucht.

Bild u. Text: Gunter R. Schwäble


Extra 2

November

Der Himmel tränt,
Schwere Wolken liegen bäuchlings auf dem Land.
Kalte Leere gähnt,
bis an der Wälder dunkeln Rand.

Allein die Äcker,
glänzen feucht im Nebellicht,
wenn hie und da die Sonne
durch graue Wolkendecken bricht.

Kurz sind nun die Tage,
die Nächte lang und kalt.
Laut hört man des Käuzchens Klage,
die abends durch die Stille hallt.

An diesen dumpfen, trüben Tagen,
wartet dann der Mensch gespannt,
wann die Berge weiße Hauben tragen
und der Winter kommt ins Land.

Text: Walter Graef  (November 2019)


Die Herbst- und Winterzeit

Nebel im Tal

In Reim und Prosa. Der Herbst wird von vielen Dichtern fast hymnisch gefeiert. (Berechtigt, denkt man an den vergangenen Herbst, in dem die Obstbäume so reiche Früchte trugen, dass manche Äste abbrachen.) Stellvertretend für andere sind hier hervorzuheben Rainer Maria Rilkes Herbsttag:  Herr, es ist Zeit: Der Sommer war sehr groß / Leg Deine Schatten auf die Sonnenuhren.., Eduard Mörikes  Septembermorgen:  Im Nebel ruhet noch die Welt / Noch träumen Wald und Wiesen… und Theodor Storms Oktoberlied: Der Nebel steigt, es fällt das Laub / Schenk ein den Wein, den holden… – Schön ist es, wenn ein goldener Oktober bis in den November hinein andauert. Aber plötzlich ist alles anders, wie Joachim Ringelnatz es beschreibt: „Der Herbst schert hurtig Berg und Tal / mit kalter Schere ratzekahl. / Der Vogel reist nach warmer Ferne; / Wir alle folgten ihm so gerne. / Das Laub ist gelb und welk geworden, / grün blieb nur Fichte noch und Tann‘. / Huhu! Schon meldet sich im Norden / der Winter mit dem Weihnachtsmann.

Rhein, vernebelt

Weiße Weihnachten werden uns nicht oft beschert. Irgendwann kommt der Schnee dann doch noch und bleibt vielleicht auch unten im Tal liegen. Bei trockenem Frost, wenn die Luft frisch und rein weht, ist es herrlich durch den Schnee zu stapfen oder das Leben an den zugefrorenen Bächen und Seen zu beobachten. Anders ist es bei nasskaltem Wetter. Dann „wird eine Art Schnee geliefert, der sich, wenn er die Erde nur von weitem sieht, sofort in Schmutz auflöst; wenn es kalt ist, ist es nicht richtig kalt, sondern nasskalt, also nass … Tritt man auf Eis, mach das Eis knack und bekommt rissige Sprünge, so eine Qualität ist das! Manchmal ist Glatteis, dann sitzt der liebe Gott, der liebe alte Mann, in den Wattewolken und freut sich, dass die Leute der Länge nach hinschlagen … Kalt ist der Ostwind, kalt die Sonnenstrahlen, am kältesten die Zentralheizung.“ So nachzulesen bei Kurt Tucholsky.

Fotos u. Text: Sabine Wenzel (2014) – Deutsche Dichtung der Neuzeit. (o.J.); Sonne, Regen, Wind und Schnee. (2012)