Unser zweiter botanischer Spaziergang führte uns zu den Bürgerseen. Wie schon fast gewohnt gab es neben den Pflanzenbestimmungen der heimischen Flora auch viel Interessantes so nebenbei.  Das Ruprechtskraut, auch stinkender Storchschnabel genannt, wirkt gut gegen Motten. Gehäuft auftretende Brennnessel weisen auf stickstoffhaltigen Boden hin. Die Taubnessel besteht in der Blüte zu 42% aus Zucker, was mit der Zunge geschmeckt werden kann. Die unscheinbaren Wolfsmilchgewächse sind mit Vorsicht zu genießen, da sie vor allem die Schleimhäute reizen. Der häufig auftretende Rotklee war früher in der Dreifelderwirtschaft eine gern genutzte Düngepflanze. Der Klappertopf ist ein Halbschmarotzer, der auf Gräser angewiesen ist. Labkraut, Odermennig und Wiesensalbei und die verschiedenen Arten des Wegerichs wurden bestimmt.
Ein gemütlicher Ausklang bei den Bürgerseefreunden bildete den krönenden Abschluss. Gespannt, was uns beim nächsten Mal erwartet.