Mit insgesamt 17 Teilnehmern fand die geführte Blütenwanderung am Hohenreisach regen Zuspruch. Dabei beschränkte sich Professor Dr. Otto Ungerer auf einige häufig vorkommende Pflanzen. Es gelang ihm auf fast spielerische Weise das Interesse der Teilnehmer für einzelne Pflanzen zu wecken und gleichzeitig Grundlagen der Pflanzenbestimmung zu erklären.
Als giftiges Gegenstück zum Bärlauch konnten auf der Wiese die Blätter der Herbstzeitlose entdeckt und bestimmt werden. Der scharfe Hahnenfuss leuchtet zwar goldgelb, wird aber vom Weidevieh gemieden, denn er ist giftig. Erst als Heu kann er problemlos gefüttert werden. Woher die Knoblauchrauke ihren Namen hat, ließ sich leicht am Geruch verriebener Blätter ableiten. Schwieriger war die Namensherleitung beim Wiesenschaumkraut. Namensgeber sind hier die Absonderungen der Wiesenschaumzikade, die im Volksmund auch Hexenspucke genannt werden. Gegen Ende der eineinhalbstündigen Wanderung erfuhren die Teilnehmer noch, was es mit dem Feenring auf sich hat. Feenringe finden sich gehäuft am Waldrand. Kreisrunde Stellen mit nur spärlichem Bewuchs im sonst dichten Bärlauchteppich fallen auf. Ursache dafür ist ein bestimmter Fäulnispilz, der die Knollen des Bärlauchs zum Absterben bringt und der sich jährlich um mehrere Zentimeter kreisförmig ausbreitet.
Diese Wanderung war für alle Teilnehmer eine tolle Bereicherung.
Professor Dr. Otto Ungerer erklärte sich bereit, weitere Naturführungen – übers Jahr verteilt- durchzuführen.
Die Termine werden auf der Homepage und der in der Presse veröffentlicht.