Wissenswertes aus dem BürgerTreff

Stadtführung einmal anders

Stadtführung einmal anders

BürgerTreff EnglischgruppeAnfangs Dezember veranstaltete die Dienstag-Englischgruppe eine besondere Stadtführung in Kirchheim. Einzelne Mitglieder bereitet sich in Englisch auf eine Sehenswürdigkeit unsere Stadt. Bei vorweihnachtlicher Stimmung schlenderte die Gruppe durch die Innenstadt und lauschte den Vorträgen. Es war schön, auch schon Bekanntes in Englisch zu vertiefen. Stilvollen Ausklang fand der Abend im Stall mit  einem Essen und anschließendem Wichteln.

Der BürgerTreff spendet für das Kirchheimer Frauenhaus

Der BürgerTreff spendet für das Kirchheimer Frauenhaus

Ines Rayher, Vorsitzende des BürgerTreffs, überreicht
einen Scheck in Höhe von 708,80 € an Irmgard Pfleiderer
vom Verein FRAUEN HELFEN FRAUEN Kirchheim e.V.

Der diesjährige Adventstand vor dem Rathaus war ein gelungener Einstieg in die Adventszeit. Viele fleißige Hände sorgten für ein reichhaltiges kulinarisches Angebot. Ob Plätzchen, Kuchen oder selbstgemachte Marmelade, die Nachfrage war groß. Abgerundet wurde das Ganze durch Glühwein und Punsch.
Der Reinerlös ging an das Kirchheimer Frauenhaus.

Wissenswertes zu Erbrecht und vorsorgenden Papieren

Wissenswertes zu Erbrecht und vorsorgenden Papieren

Großes Interesse an Patientenverfügung und Vorsorgevollmachten sowie dem Vortrag über Erbrechtliche Gestaltungsmöglichkeiten /Ehegattentestament am 6. November 2023

Wie vor Coronazeiten lockten die beiden wichtigen Themenblöcke über vierzig Interessierte in den Konferenzraum des Feuerwehrmuseums.
Die Referentinnen Barbara Keiner-Röder und Rechtsanwältin Ines Astrid Rayher bedienten die Anwesenden mit vielen wichtigen Informationen zu den jeweiligen Themen. Auch die Zuhörer trugen mit ihren Fragen zum Gelingen des Abends bei.
Am Ende der Vorsogenden Papiere gab Frau Keiner-Röder noch einige Anregungen zu einem Notfallordner mit auf den Weg und verteilte dazu eine entsprechende Liste. Noch gegen 20:30 Uhr standen einige Personen in Grüppchen zusammen, um sich mit Fragen und Anregungen auszutauschen. Alles in allem ein voller Erfolg! Sicher wird es in den kommenden Wochen wieder vermehrt zu Anfragen für Einzelberatungen kommen.
Ausblick: Auch 2024 wird der BürgerTreff wieder jeweils im Frühjahr und Herbst entsprechende Vorträge anbieten.
Herrn Reif vom Feuerwehrmuseum und seinen Kollegen gilt unser Dank für die perfekte Vorbereitung des Konferenzraumes.

B.Keiner-Röder

Stimmungsvolle Ausstellungseröffnung Wir.Gemeinsam! Lebenswege Geflüchteter in Kirchheim unter Teck

Stimmungsvolle Ausstellungseröffnung Wir.Gemeinsam! Lebenswege Geflüchteter in Kirchheim unter Teck

Die Eröffnung der Ausstellung zog über 80 Gäste an, die sich von den Geschichten und Bildern der Geflüchteten berühren ließen. Oberbürgermeister Dr. Bader eröffnete feierlich die interkulturellen Wochen und freute sich sichtlich über die Ausstellung im Rathaus. Er betonte, dass dieser Ort, an dem viele Menschen ankommen, sich registrieren oder Unterstützung suchen, der ideale Ort für eine solche Präsentation ist. Die Ausstellung „Wir.Gemeinsam!“ präsentiert vorbildliche Beispiele und soll anderen Neuankömmlingen Mut machen und Zuversicht schenken.

Herr Rafipoor, der Integrationsbeauftragte der Stadt Kirchheim unter Teck, unterstrich die Bedeutung der interkulturellen Wochen und stellte die Vielfalt der geplanten Veranstaltungen vor. Frau Rayher, die erste Vorsitzende des BürgerTreffs, betonte die wichtige Rolle, die der BürgerTreff bei der Unterstützung von Projekten spielt und wie er die Infrastruktur zur Verfügung stellt. Sie begrüßte herzlich den Austausch zwischen Alt- und Neubürgerinnen.

Im Anschluss wurden die Mitglieder des Projektteams von dem Projektteammitglied Christine Euchner vorgestellt. Die musikalische Untermalung der Veranstaltung wurde von der Band „Blumen der Hoffnung“ gestaltet. Die Gäste wurden kulinarisch verwöhnt mit einer köstlichen Auswahl an syrischen und schwäbischen Spezialitäten, wobei das Cafeteam des BürgerTreffs bei der Bewirtung tatkräftig unterstützte.

Die Interviewten standen während der Eröffnung für Gespräche zur Verfügung, und es entwickelte sich ein reger Austausch zwischen den verschiedenen Generationen sowie Alt- und Neubürgerinnen. Diese Begegnungen waren geprägt von Offenheit und gegenseitigem Verständnis.

Hier sind die bewegenden Lebensgeschichten der Geflüchteten. Lassen Sie sich berühren von den Geschichten. „Wir.Gemeinsam!“ zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie Vielfalt und Zusammenhalt unsere Gemeinschaft stärken und bereichern können.

 

Ankommen in Kirchheim

Ankommen in Kirchheim

Kirchheim, Bürgertreff, Integration von GeflüchtetenIm Rahmen der Stadtgespräche konnten Interessierte am Samstag, 16. September im Erzählcafé des Bürgertreffs einen Einblick in die Lebens- und Fluchtgeschichten einiger in Kirchheim lebender geflüchteter Menschen und ihrer Familien erhalten.

Allen gemeinsam war der Zeitpunkt der Flucht aus ihrem Heimatland Syrien, nämlich das Jahr 2015. Ähnlich auch die Fluchtgründe: Der Bürgerkrieg in Syrien und die damit verbundene drohende Einberufung zum Militärdienst. Die Ortsnamen Aleppo, Idlib, Erbil sind vielen sicher aus der medialen Berichterstattung geläufig.

Auch die Fluchtrouten und die Umstände der Flucht waren ähnlich: Von Syrien in die Türkei, hier oft unterschiedlich lange Aufenthalte unter schwierigen Bedingungen, weiter nach Griechenland und von dort über die Balkanroute nach Österreich und danach die Verteilung auf weitere europäische Länder.

„Warum Deutschland und nicht Österreich, das auch ein sicheres Land ist?“, fragt ein Zuhörer.

„Ich war Fan von Oliver Kahn“, antwortet Ali Mansour und erntet verständnisvolles Schmunzeln und Beifall.

Nach der Ankunft in Deutschland folgt der Aufenthalt in der jeweiligen LEA, danach die Unterkunft in den regionalen Asylbewerberheimen – hier die Charlottenstraße in Kirchheim.

Das Fußfassen in Deutschland – das ist in allen Berichten gleich – steht und fällt mit dem Erlernen der deutschen Sprache. Dabei ist der schwäbische Dialekt eine besondere Hürde. „Mach nore“ oder „Zibebe im Kuchen“ stellten den Drucktechniker Segvan Ibrahim aus dem kurdischen Nord-Syrien vor manche Probleme, die er aber durch die Unterstützung seiner Kollegen gut bewältigt hat. Mittlerweile ist er ein begeisterter Sammler schwäbischer Ausdrücke und Redensarten. Seine Ausbildung hat er erfolgreich beendet und hat nun auch wie die anderen die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten.

Vor allem die im Rahmen des Familiennachzugs angekommenen Frauen berichten von Schwierigkeiten, Sprachkurse besuchen zu können. Sie sind oft gut ausgebildet; es hapert aber mit der Anerkennung der im Heimatland erworbenen Qualifikationen und der nötigen Kinderbetreuung.

Probleme mit den Ämtern, Arbeitssuche, Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche sowie die Hürden beim Erlangen eines deutschen Passes werden in der abschließenden Fragerunde angesprochen.

„Wann ist ein Flüchtling kein Flüchtling mehr?“ Diese Frage richtet den Blick auf die negativen Erfahrungen der Geflüchteten und die Ressentiments in Teilen der Gesellschaft. Einig sind sich alle, dass es in jedem Land Vorbehalte gegenüber Fremden gibt.

Unter dem Strich zeigt sich bei allen anwesenden Geflüchteten auf jeden Fall aber große Dankbarkeit für die Hilfe in ihrer Notsituation und die Bereitschaft, durch Bildung, Fleiß und Engagement die eigene Lebenssituation zu verbessern und so ihren Beitrag zur Integration zu leisten und dem aufnehmenden Land etwas zurückzugeben.

 

Meta Berkowitsch
September 2023